Veranstaltung: | Wahlversammlung Kommunalwahl 2024 |
---|---|
Tagesordnungspunkt: | 7.2. Bewerbungen einfach eintragen WB 5 |
Antragsteller*in: | Lena Zehne |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 02.11.2023, 19:39 |
A21: Lena Zehne
Selbstvorstellung
Hallo meine lieben Hallenser*innen und Hallunk*innen!
Ich bin Lena, 24 Jahre alt und komme aus unserem schönen Halle. Kurz nach der Kommunalwahl werde ich mit meinem Master in Umweltwissenschaften und -Politik fertig sein und würde mich sehr geehrt fühlen, nach meinem Auslandsstudium für euch in den Stadtrat zu ziehen und meiner Heimat wieder etwas zurückzugeben.
Ich bin seit 2015 Mitglied der GJ, seit 2019 der Bündnisgrünen und seit 2021 der LAG Europa, Internationales und Frieden. Davon abgesehen konnte ich schon weitere viele Einblicke in die politische Arbeit der Partei ergattern, z. B. bei meinen Praktika bei dem Landesverband Sachsen-Anhalts und Claudia zur LTW 2021, bei MdB Leon Eckert oder bei MdEP Anna Cavazzini. Zudem bin ich die Vertrauensperson der GJ Halle und die Koordinatorin eines europaweiten Thinktanks von FYEG (den jungen Europäischen Grünen). Für die Grünen LSA durfte ich schon nach Kopenhagen, um euch dort zum Europäischen Grünen Parteitag zu vertreten, jetzt darf ich für die gesamte GJ am Rat der Europäischen Grünen Partei teilnehmen und ich freue mich jetzt schon riesig auf die Bundesdelegiertenkonferenz, wo ich für Halle das Europawahlprogramm mitgestalten darf.
Ihr seht schon – ich möchte etwas mehr Europa nach Halle bringen! Das soll aber nicht alles sein, was ich auf den Tisch packe. Hier sind meine zwei Themenschwerpunkte, die ich für uns und für Halle in den Stadtrat einbringen will.
1. Halle in der EU
Jedes Mal, wenn ich über unseren Marktplatz laufe und die Marktkirche sehe, sehe ich auch das kleine Schild mit dem „EFRE“ Logo. Dann muss ich jedes Mal daran denken, dass die fast 3,2 Millionen Euro aus Mitteln des Kulturerbeprogramms der EU nicht einmal alles ist, was die internationale Organisation in unsere Hansestadt investiert. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein riesen Hallorenkugel-Fan bin und es macht mich wahnsinnig glücklich, dass die EU auch unser Halloren- und Salinemuseum finanziell unterstützt. Davon abgesehen gibt es unzählige EU-Programme zur Unterstützung von Bildungsmöglichkeiten, kulturellem Austauschmöglichkeiten und Investitionen in den öffentlichen Verkehr. Ich möchte den Hallenser*innen und Hallunk*innen vor Augen führen, dass die EU für uns da ist. Zudem möchte ich mich aber auch dafür einsetzen, dass es nicht einfach bei kleinen EFRE-Schildchen bleibt. Halle soll sich mit konstruktiver Kritik sogar besser machen als die EU in Sachen Umwelt, Inklusion, Bürgerbeteiligung und so vielen anderen Aspekten. Durch die Unterstützung von lokal produzierten Waren und Dienstleistungen zum Beispiel können wir unsere regionale Wirtschaft stärken und die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten verringern. Somit würden wir schon einen kleinen Teil tun, um uns frei von internationalen neokolonialen Strukturen zu machen und einen Schritt näher an unsere Klimaneutralität zu kommen.
2. Halle als klimagrechte und grüne Lunge Sachsen-Anhalts
Da kommen wir auch schon zu meiner zweiten Thematik – der Umweltpolitik. Ich bin eine große Verfechterin von Postwachstumsansätzen. Das heißt, ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir die Ressourcen, die wir bei uns haben, effektiv nutzen, die Chancengleichheit ausbauen und uns geschlossen für soziale Gerechtigkeit einsetzen, um unsere Umweltauswirkungen gemeinsam zu minimieren. Unsere jetzigen Pläne Halle klimaneutral zu machen sind sehr vielversprechen, könnten aber noch ein paar weitere Aspekte berücksichtigen, um uns nicht nur klimaneutral, sondern auch klimagerecht zu machen. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energiequellen für die Fernwärmeversorgung sollte die Stadt verstärkt darauf hinwirken, den Wärmebedarf der Gebäude zu reduzieren. Das bedeutet eine umfassende Sanierung von Gebäuden, um sie energieeffizienter zu machen, und die Förderung von energiesparenden Heizsystemen, damit sich auch jede*r unsere Klimaneutralität leisten kann. Um die Abhängigkeit von großen Energieanlagen zu verringern, sollte die Stadt auch dezentrale Energieerzeugung fördern, beispielsweise durch Solarthermieanlagen und Wärmepumpen auf Gebäuden. Dies kann die Resilienz der Energieversorgung erhöhen. Die Reduzierung der verkehrsbedingten Emissionen ist ein weiterer wichtiger Schritt. Die Förderung von Elektromobilität ist gut, aber es sollte auch eine Betonung auf die Reduzierung des Verkehrsaufkommens und den Ausbau von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie öffentlichem Nahverkehr, Fahrrädern und Fußwegen liegen. Zudem sollte die Stadt die Förderung von Homeoffice und die Verlagerung des Güterverkehrs auf umweltfreundliche Verkehrsmittel in Betracht ziehen. Zudem ist die Beteiligung der Bürger*innen an diesen Plänen entscheidend. Die Stadt sollte Bildungs- und Informationskampagnen durchführen, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken und die Bürger*innen dazu zu ermutigen, aktiv zur Reduzierung ihres ökologischen Fußabdrucks beizutragen. Generell ist mir wichtig, dass die Stadt ihre Bemühungen zur Klimaneutralität kontinuierlich überwacht, aktualisiert und an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Technologien anpasst, um sicherzustellen, dass die gesteckten Ziele erreicht werden und gleichzeitig die Prinzipien der Umweltgerechtigkeit berücksichtigt werden.
Ich hätte noch ein paar mehr Ideen, aber ich möchte euch hier kein Manifest vorlegen. Ich studiere gerade in Schweden, somit sind Rückfragen von Angesicht zu Angesicht etwas schwierig. ABER: Ihr könnt mich gerne auf folgenden Wegen kontaktieren - ich bin für alle Fragen offen:
- Email: lena.zehne611@gmail.com
- Instagram: lenazehne
Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei der Wahlversammlung und würde mich sehr über eure Unterstützung für den Listenplatz 1 im Wahlbereich 5 freuen!
Eure Lena (sie/ihr)
- Alter:
- 24
- Geschlecht:
- Weiblich
- Geburtsort:
- Halle (Saale)